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Persönliches Tagebuch

Versuchen Sie es mit unserem Tagebuch-Service: Wie haben Sie einen bestimmten Tag erlebt? Ob persönliches Jubiläum oder subjektive Sicht eines "geschichtsträchtigen" Tages wie der 11. September 2001. Uns interessiert alles.

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Die neuesten Tagebucheinträge

Hier finden Sie eine Übersicht der neuesten privaten Tagebucheinträge.

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18.01.2007: Mein Tagebucheintrag
Am 18 Januar hatte ich gegen 16.00 Uhr Feierabend, und stellte meinen LKW ab. Auf dem nachhauseweg wurde ich von meinem Sohn angerufen, ich soll mal sofort umkehren,ein Baum währe auf mein Fahrzeug gefallen. Ich war schon im Dortmunder Süden auf der Wittbräuckerstr. dort war alles gesperrt. So mußte ich mir einen Weg nach Dortmund-Brackel suchen der sicher war. Aber überall lagen umgestürzte Bäume. Als ich endlich nach 1,5 Stunden Brackel erreichte sah ich die bescherung. Der umgestürzte Baum hatte sich in mein Fahrerhaus eingegraben und alles was jemals im Fahrerhaus noch Instant war zerschlagen. Der Schaden betrug 40000 Euro und damit ein Totalschaden. So bleibt mir Kyrill immer in Erinnerung.
Von DjNobby - 16.01.2012 14:47 Uhr
 
10.12.1990: Mein Tagebucheintrag
An diesem Tag wurde meine Tochter Andrea in Aachen geboren . Und in dieser Nacht viel der erste Schnee . Die 21 Jahre bis heute vergingen leider viel zu schnell . Und jeden einzelnen Tag bin ich sehr glücklich so eine Tochter zu haben !!!!!
Von Birgitt Quandt - 10.12.2011 20:14 Uhr
 
27.02.2010: Erdbeben Chile
Am 27. Februar 2010 um 3:34 Uhr wurden meine Schwester, die mich in meinem Auslandspraktikum in Chile besuchte, und ich am Strand von Pichilemu/Chile von einer Flutwelle überrollt. Gemeinsam zelteten wir in den Dünen am Strand von Pichilemu. In den frühen Morgenstunden wurden wir durch starke Erschütterungen aus dem Schlaf gerissen. Nach kurzem Sammeln der Gedanken wurde uns klar, dass dies ein Erdbeben sein muss. Nie zuvor hatten wir solch ein Naturereignis am eigenen Leib erfahren müssen. Wenige Minuten später wurden wir von einer herannahenden Welle, die vom Erdbeben ausgelöst wurde, überrollt. Es waren die schrecklichsten Minuten in unserem Leben und keiner von uns beiden hätte je gedacht, lebend dieses Ereignis zu überstehen. Mit Müh und Not gelang es uns an der Grasnabe der Düne Halt zu finden, als das Wasser zurück in den Ozean floss. Ab da begann eine 3 wöchige Odysee durch eine völlig zerstörte Region, voller Leid, Elend aber auch sehr viel Hilfsbereitschaft. Noch nie habe ich über diese Zeit außerhalb meines Freundeskreises gesprochen. Lange Zeit fiel es mir schwer damit umzugehen, mittlerweile finde ich es für mich persönlich wichtig davon zu berichten, wenn Interesse da ist. Es hilft mir sehr den Blick auf das wesentliche nicht zu verlieren.
Von Sebastian Födisch - 16.11.2011 15:11 Uhr
 
02.05.1971: Geburtstag Michael Leibrecht
Jaaaa! Ich wurde geboren - mit den Beinen voran!
Von Michael Leibrecht - 05.07.2011 14:21 Uhr
 
22.04.1940: Mein Tagebucheintrag
An diesem Tag bin ich in Leverkusen geboren.
Von Heribert Bernardy - 28.05.2011 22:25 Uhr
 
15.05.2011: Mein Tagebucheintrag
Es war der schönste Tag, den ich jemals in Dortmund mit Fussball erlebt habe. Super Tag, friedliche Fans, authentische Spieler ohne Attitüden und eine wunderbare Arbeit der Organisatoren. Danke an alle, die das möglich machten.
Von photoarchitektur - 15.05.2011 22:32 Uhr
 
12.04.2011: Chris de Burgh in Dortmund
Gestern Abend gab Chris de Burgh zum 24. mal ein Konzert in der Westfalenhalle in Dortmund und ich konnte endlich mein Weihnachtsgeschenk einlösen! Auch nach 3 Konzerten bin ich noch immer begeistert ! Der gestrige Abend war mal wieder ein unvergessliches Erlebnis. Er ist nicht nur ein toller Künstler sondern auch ein sehr netter und "normalgebliebener" Typ! Ich freue mich schon auf sein 25. Konzert ! Danke Chris ,für diesen tollen Abend !!!!! ...und danke an meinen lieben Mann, der mir die Karten geschenkt hat: I.l.d !
Von Lillabjoernin - 13.04.2011 10:23 Uhr
 
21.05.1999: Mein Tagebucheintrag
Hallo, könnten sie mir bitte sagen welcher Wochentag der 21.5.1999 war? Das wäre sehr nett. Danke im Voraus, Hilfe :) !
Von Hilfe :) ! - 30.03.2011 16:21 Uhr
 
31.12.2009: Silvester vor einem Jahr: Beginn meiner regelmäßigen Aufzeichnungen
Ich beginne meine ersten regelmäßigen Aufzeichnungen am Silvester 2009 in einem sehr schönen Tagebuch, das mir meine Frau geschenkt hat: Nach dem obligatorischen Schneefegen sind morgens noch einige Dinge in der Stadt zu erledigen. Ich betrete eilig das Rathaus. Im Vorraum stehen viele festlich gekleidete Leute. Ich frage verwundert: „Was ist hier denn los?“ Eine Frau antwortet freundlich: „Eine Trauung, und das hier ist der Bräutigam!“ Ich sage „herzlichen Glückwunsch“, eile weiter und versuche an einigen Bürotüren mein Anliegen vorzubringen. Natürlich vergeblich, denn wer arbeitet schon am Silvester noch im Rathaus außer der Standesbeamtin! Ich muss noch Geld abholen und in den Banken drängen sich viele Leute. Hier wird wenigstens noch gearbeitet! Doch „Pustekuchen“, es sind nur die langen Schlangen vor den Bankautomaten, das Personal hat frei. Nun schaue ich ohne jede Hoffnung bei der Post vorbei, um ein Einschreiben abzusenden. Die Post ist geöffnet, und man wird am Schalter sogar bedient. Das hat mich fast „umgehauen“, noch scheint der Service (Kundendienst) in Deutschland nicht ganz ausgestorben zu sein. Im Laufe des Tages versuche ich die Internetseiten von Nahraum –meine Fotowelt (nahraum.de - mein neues Hobby) aufzurufen. Leider seit 2 Tagen immer vergeblich, die Seiten werden repariert. So werde ich erst im neuen Jahr meine Fotos „hochladen“ können. Als „Silvesterverweigerer“ kaufe ich natürlich keine Raketen und alkoholischen Getränke, nehme an keiner Ü30-Party teil und trage so auch nicht zur Erholung der notleidenden Geschäftswelt bei. Aber auch der völlige Zusammenbruch des Finanzwesens, den falsche Propheten (etliche Bestseller-Autoren) bis Ende 2009 vorhergesagt haben, ist nicht eingetreten. Wie ähnlich bei Wettervorhersagen oder Horoskopen! Mein Vetter ist mir übrigens für seine verlorene Wette noch eine Flasche Sekt schuldig. Auch die obligatorischen Sendungen zum Jahreswechsel mit Ansprachen, „Konserven“ und jahrzehntelangen Wiederholungen (dinner for one) im Fernsehen lassen wir aus. Kurz vor 24 Uhr werden wir aber doch schwach, setzen uns an den Fernseher, prosten uns mit Cola zu und genießen danach noch bei einem Blick aus dem Fenster das prächtige Feuerwerk draußen (keine Spur von Finanzkrise).
Von Prinz40 - 31.12.2010 0:06 Uhr
 
08.10.2010: 50 Jahre Rathaus Lünen 4; mein „Lünen-Tag“
Um 11 Uhr bin ich am Rathaus. Im Erdgeschoss und in der 1. Etage ist die Ausstellung (50 Jahre Rathaus in Lünen untergebracht. Bis 12.15 Uhr schaue ich mir in der Ausstellung die Bilder vom Bau des Rathauses an und mache zahlreiche Fotos. Der Lageplan von vor 1960 zeigt noch das Haus Goldstraße 9, in dem 1883 meine Großmutter geboren wurde, später Café Kampmann und um 1959 Lünens einzige „Nachtbar“ Plawer. Die genaue Stelle, an dem das Haus gestanden hat, liegt wohl am Willy-Brandt-Platz zwischen der Statue und dem LederLaden (Foto). Als ich das Rathaus verlasse,schaue ich in die künstlerisch gestalteten Schaufenster („Lüner Schaukasten“) des leer stehenden Kaufhauses Hertie, für das in den 60er Jahren weitere alte Häuser weichen mussten ( Foto). Danach mache ich bis zum Beginn der Führung durch das Innere des Rathauses um 14 Uhr noch einen kleinen Rundgang durch die Stadt meiner Kindheit und Jugendzeit und meiner Vorfahren. Zuerst begebe ich mich zum neu gestalteten Südeingang der Fußgängerzone und überlege, wie oft ich früher die Lichtburg besucht habe ( Fotos). Danach geht es zur Lippebrücke und in den Norden Lünens. Omis Schnapshaus ist mir als Gastwirtschaft Nigge noch gut bekannt. Auch suche ich nach einigen Häusern, in denen mein Urgroßvater vor gut 100 Jahren gewohnt hat. Vieles ist abgerissen, so auch das Kolpinghaus (in dem mein Urgroßvater oft Theateraufführungen veranstaltete), an dessen Platz jetzt das Parkhaus des Krankenhauses steht (Fotos). Ich will mir noch schnell im Krankenhaus die Ausstellung zur Geschichte des Geschwister - Scholl- Gymnasiums ansehen. Der Eingang des St.-Marien-Hospitals wird neu gestaltet und ist mit Baugeräten und quirligen Handwerkern „verstellt“. Mit Mühe erreiche ich die 1. Etage mit der Zentralaufnahme. Im Eingangsbereich sind dort 7 Tafeln aufgehängt (Fotos). Um kurz vor 14 Uhr zeigt sich endlich die Sonne und ich finde mich zur Führung am Treffpunkt in der Eingangshalle des Rathauses, des seit 1991 denkmalsgeschützten „Jubilars“, ein. 3 Gästeführer/innen und der Pressesprecher der Stadt Lünen begrüßen die knapp 15 Interessierten der ersten Führung. Wir besteigen die Aufzüge, denn der Zugang zu den bunten Kabinen des Paternosters („Beamtenbagger“) ist für den Publikumsverkehr gesperrt. Zuerst fahren wir in das gläserne Dachgeschoss, das für die Allgemeinheit auch nicht mehr zugänglich ist. Es gibt dort schon lange kein Café mehr. Wir haben aber die Gelegenheit, das Trauzimmer zu sehen und einen großartigen Rundblick auf Lünen zu genießen (Fotos). Dabei lauschen wir den kenntnisreichen Ausführungen zur Geschichte und Architektur des Rathauses: Die Berliner Architekten Rausch und Stein gewannen 1955 den ausgeschriebenen Wettbewerb und wurden auch mit der Ausführung dieses einzigartigen Entwurfs beauftragt. Nach einer mehrjährigen Bauzeit wurde das Rat-Hochhaus schließlich am 5. Oktober 1960 durch Oberbürgermeister Adolf Stock und den Ehrengast Willy Brandt unter großer Beteiligung der Lüner Bevölkerung eröffnet. Wieder im Erdgeschoss angekommen nehmen wir uns die Zeit zur intensiveren Betrachtung, die üblicherweise normale Besucher nicht haben, die schnell noch einen neuen Personalausweis beantragen müssen. Die Architekten haben der künstlerischen Ausgestaltung der Empfangshalle ein große Bedeutung eingeräumt. In der Mitte der hellen, repräsentativen, 2-geschossigen Eingangshalle mit mächtigen Kreuz-Betonstützen und kleineren Goldsäulen und einem Deckengemälde aus flügelartigen Ornamenten, der Fußboden ganz aus hellem Kleinpflaster, die als Bürgerhalle für festliche Gelegenheiten und Veranstaltungen genutzt wird, führt eine Freitreppe mit schwarzen Marmorstufen in den 1. Stock zum Ratssaal (Fotos ). Im Foyer des Ratssaals befinden sich Werke verschiedener Künstler (Fotos ). Auch der Ratssaal selbst wirkt eindrucksvoll auf den Besucher mit seinem mächtigen 9-teiligen Tisch für die Spitzen des Rates und der Verwaltung, mit den Tischen und Sesseln für die Ratsmitglieder auf 4 Stufen und der Empore für die Gäste ( Fotos). Zum Schluss der Führung erwartet uns im 9. Geschoss schon der Bürgermeister und begrüßt uns freundlich per Handschlag. Er zeigt uns die Eintragungen in das Goldene Buch der Stadt, legt auch auf unseren Wunsch sogar seine Amtskette um und beantwortet unsere Fragen (Fotos). Mein Fazit: Die Lüner Bürgerinnen und Bürger können stolz auf ihr Rathaus sein. Den „Lünentag“ beschließe ich mit Kaffee und Brötchen und kleinen Einkäufen in der Fußgängerzone und dem Abholen der Lüner Zeitungen, die Bekannte für uns gesammelt haben. Übrigens, abends genieße ich dann das Länderspiel Deutschland gegen die Türkei im Fernsehen, aber das ist ein ganz anderes Thema! Einen Bericht über die Besichtigung des Rathauses beabsichtige ich auch in dem Seniorenmagazin des Kreises Unna „UNsere Zeitung“, das vierteljährlich erscheint (jetzt Mitte Dezember) zu veröffentlichen,
Von Prinz40 - 18.12.2010 22:14 Uhr
 
06.10.2010: .50 Jahre Rathaus in Lünen 3; Tag des Jubiläums 1
Die Feier zum eigentlichen Jubiläumstag, als Willy Brandt das Lüner Rathaus einweihte, habe ich dann doch nicht besucht. Ich habe mich aber gefragt, wo ich an diesem 6.10.1960 gewesen bin, an dem nach Zeitungsberichten jeder 3. Lüner vor dem neuen Rathaus versammelt war. Ich kann mich nicht daran erinnern und Taschenkalender, Notiz- oder Tagebuch hatte ich damals nicht. Ich kam fast jeden Tag am Marktplatz und dem im Bau befindlichen neuen Rathaus vorbei, habe das aber nicht bewusst wahrgenommen. Obwohl meine Jugendgruppe (mit dem späteren IG Metall-Vorsitzenden von NRW Norbert Wrobel) direkt am Marktplatz regelmäßige Treffs in der Gastwirtschaft „Sängerheim“ hatte, war der Rathausneubau für uns Jugendliche (erst mit 21 Jahren war man damals volljährig) kein Thema.. Woran machen sich Erinnerungen fest? An Erlebnissen und Ereignissen, wichtigen, lustigen oder traurigen, die einen selbst betreffen oder an denen man direkt beteiligt war! Erst als im 14. Stockwerk des Hochhauses, damals höchstes Rathaus in Deutschland mit 54 Metern, ein Café eröffnet wird, ist unsere Neugier geweckt und wir (meine Verlobte und ich) besuchen es 1961 mehrere Male. Auch den Paternoster benutzen wir einige Male, allerdings mit einem flauen Gefühl in der Magengegend. Im Gedächtnis bleibt uns auch unsere erste Erfahrung mit der Bürokratie, als wir 1962 im Standesamt das Aufgebot bestellen wollen. Die endet teils lustig, teils absurd, weil der Standesbeamte, den Namen nenne ich nicht, uns veranlassen will, die Heirat um ein paar Wochen zu verschieben, weil ich mich nach Beendigung meines Studiums noch in der Abschlussprüfung befinde und er für mich keinen passenden Beruf in die Urkunde eintragen könne. Ich habe aber nur gesagt: „Meinetwegen tragen Sie ´Hilfsarbeiter´ ein!“
Von Prinz40 - 17.12.2010 22:41 Uhr
 
03.10.2010: 50 Jahre Rathaus in Lünen 2; Tag der Deutschen Einheit
Der Tag der Deutschen Einheit (20 Jahre Wiedervereinigung) ist ein toller „Sommertag“, und das im Oktober! Das nutzen wir zu einem ausgedehnten Spaziergang in der Fußgängerzone unserer kleinen Stadt zum 2. Tag des Herbstfestes. Dort treffen wir in der Menschenmenge zufällig Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind. Ich spendiere Bratwurst für uns alle und einen Fünfer für den jüngsten Nachwuchs. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein, um den wahrscheinlich letzten heißen Sonnentag in diesem Jahr, die Einkäufe, Café -Besuche und andere Lustbarkeiten zu genießen. Abends überlege ich, ob ich noch mehrere Veranstaltungen in Lünen zum 50-jährigen Jubiläum des Rathauses besuchen soll, wie z. B. die offizielle Feier der Stadt Lünen zur Erinnerung an den 6.10.1960, an dem Willy Brandt das damals höchste Rathaus Deutschlands mit 54 Metern einweihte.
Von Prinz40 - 16.12.2010 23:26 Uhr
 
03.10.2010: 50 Jahre Rathaus in Lünen 2; Tag der Deutschen Einheit
Der Tag der Deutschen Einheit (20 Jahre Wiedervereinigung) ist ein toller „Sommertag“, und das im Oktober! Das nutzen wir zu einem ausgedehnten Spaziergang in der Fußgängerzone unserer kleinen Stadt zum 2. Tag des Herbstfestes. Dort treffen wir in der Menschenmenge zufällig Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind. Ich spendiere Bratwurst für uns alle und einen Fünfer für den jüngsten Nachwuchs. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein, um den wahrscheinlich letzten heißen Sonnentag in diesem Jahr, die Einkäufe, Café -Besuche und andere Lustbarkeiten zu genießen. Abends überlege ich, ob ich noch mehrere Veranstaltungen in Lünen zum 50-jährigen Jubiläum des Rathauses besuchen soll, wie z. B. die offizielle Feier der Stadt Lünen zur Erinnerung an den 6.10.1960, an dem Willy Brandt das damals höchste Rathaus Deutschlands mit 54 Metern einweihte.
Von Prinz40 - 16.12.2010 1:13 Uhr
 
02.10.2010: 50 Jahre Rathaus in Lünen 1; Tagebuch warum?
Der Morgen des 1. Samstags im Monat Oktober ist bei einem Blick aus dem Fenster regnerisch, was für die geplanten Veranstaltungen in der Fußgängerzone in unserer kleinen Stadt, einer Nachbarstadt Lünens, gar nicht gut ist. Mein zweiter Blick gilt wie immer meinem Tagebuch, in dem ich zuerst die Zeit des Aufstehens (8.30 Uhr) und das Wetter notiere. Dabei kommt mir auf einmal in den Sinn, dass ich seit Silvester 2009 erstmalig regelmäßig jeden Tag Tagebuch führe. Früher habe ich mir nur oft Notizen von besonderen Veranstaltungen gemacht oder den Ablauf eines Projekts dokumentiert. Unmittelbarer Anlass aber ist der Beginn eines neuen Jahres und das Geschenk von meiner Frau: ein Tagebuch von besonderer Qualität (Foto). Dann habe ich überlegt, wer denn überhaupt ein Tagebuch schreibt. Dabei fallen mir junge Mädchen, berühmte Schriftsteller und Weltreisende, Menschen in Ausnahmesituationen … ein. Das trifft alles auf mich nicht zu. Trotzdem finde ich es für mich interessant, Alltägliches und Außerordentliches festzuhalten und nicht zu vergessen. Nun aber zum Ablauf des Tages: In der Innenstadt sind zahlreiche Stände zum Herbstfest aufgebaut und der Regen lässt langsam nach. Ich beteilige mich an unserem Informationsstand, der zahlreiche Leute mit der mitreißenden Live-Musik einer Steeldrum-Band anlockt. Abends blättere ich in den gesammelten Lüner Zeitungen der letzten Tage und erfahre, dass in der nächsten Woche die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Rathauses in Lünen stattfinden. Da ich in Lünen geboren und aufgewachsen bin und dort Verwandte und Bekannte habe, interessieren mich aktuelle und geschichtliche Begebenheiten. Auf der Internetseite der Stadt Lünen finde ich das Programm zum Jubiläum und melde mich per E-Mail kurz entschlossen zur Führung durch das Rathaus für den 8.10.2010 an.
Von Prinz40 - 15.12.2010 23:10 Uhr
 
20.04.1980: Meine Frau wurde geboren
An diesem Tag wurde meine allerliebste Frau geboren :-) Erst hat es geregnet und als die kleine Lena auf der Welt war, kam die Sonne heraus - daher ist sie mein grosser Sonnenschein.
Von Thorsten Koch - 02.12.2010 13:52 Uhr
 
10.10.1960: Mein Tagebucheintrag
ich wurde geboren....
Von Anke - 21.11.2010 20:40 Uhr
 
20.05.1970: Mein Tagebucheintrag
Ich habe das Licht der Welt erblickt!!
Von Frank - 11.11.2010 13:43 Uhr
 
10.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren
Samstag (10.11.1990) war unser letzter Tag in Berlin. Die Zimmer mussten bis 9 Uhr geräumt werden. Um 14.14 Uhr war der Rückfahrttermin am Bahnhof Zoo im Interregio 342. Um 20.03 Uhr sollten wir in Dortmund ankommen. Nach dem Frühstück um 8 Uhr war um 9 Uhr eine Diskussion mit Lehrern aus dem östlichen Teil der Stadt angesagt (Was ich noch wissen möchte.). Gegen 11 Uhr fanden Seminarauswertung und Abschlussgespräch statt. Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr traten wir die Heimreise an. Zum politischen und bildungspolitischen Bereich möchte ich Folgendes festhalten, dass mir in den Beobachtungen und in den Berichten und Diskussionen mit Lehrern und Referenten aufgefallen ist und im Abschlussgespräch auch angesprochen wurde: Vielfach herrscht in der Lehrerschaft eine gewisse Atmosphäre der Ratlosigkeit, Unsicherheit oder auch Verbitterung. Die Lehrer als staatliche Funktionäre (viele frühere SED-Mitglieder) scheinen teilweise verbittert, sind empfindlich, streichen das „Gute“ am früheren Staat und an ihren Qualifikationen heraus und weisen auf Fehler des westlichen Gesellschafts- und Schulsystems hin. Andere wiederum übernehmen kritiklos Meinungen, Bücher und Unterrichtsformen bzw. ahmen sie äußerlich nach. Ein großer Teil der Lehrer sieht sich ihrer Lebens- und Bildungsziele beraubt. Die Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes und die materiellen Dinge des Lebens nehmen einen großen Anteil in den Diskussionen der Lehrerkollegien ein, während „alte Seilschaften“ (Beispiel: Direktorin, frühere Goldmedaillengewinnerin) versuchen sich wieder zu etablieren, in Zusammenarbeit mit Schulfachleuten aus dem Westen. Viel Kollegen sind lethargisch und greifen in den Reformprozess nicht ein. Die wenigen reformfreudigen, die schon früher angeeckt sind, stoßen auf den Widerstand der alten und neuen Seilschaften und der initiativlosen Mehrheit. Die Übername der Horterzieher und Unterstufenlehrer ist noch gar nicht geklärt. Mein Fazit: Aus den Begegnungen mit den Menschen aus dem Bildungsbereich macht mir am meisten die Einstellung vieler von ihnen Sorge. Nur wenige sind reformfreudig und initiativbereit. Das könnte für die Zukunft der neuen Bundesländer noch ein größeres Problem werden und die Umgestaltung der Gesellschaft und den wirtschaftlichen Aufschwung behindern. Dass in dem Übergangprozess der Vereinigung zweier bisher getrennter Länder aber große Probleme zu bewältigen sind, ist wohl zu erwarten. Diese Übergangssituation, ein Monat nach der Deutschen Wiedervereinigung, im Brennpunkt Berlin und die Probleme des Zusammenwachsens zweier deutscher Staaten ganz am Anfang fast „hautnah“ kennenzulernen, war ein ganz besonderes Erlebnis, dass ich nicht missen möchte.
Von Prinz40 - 10.11.2010 0:16 Uhr
 
09.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren
Am Freitag (9.11.1990) begann um 9 Uhr unser Programm mit einem Referat zum Thema „Leben in den neuen Bundesländern, Probleme der Anpassung“. Der Referent stammte aus der DDR und hatte viele Jahre wegen „staatsfeindlicher Hetze“ im Gefängnis gesessen und konnte uns zahlreiche, nicht bekannte Hintergrundinformationen liefern. „12 Jahre Hitler und 45 Jahre Stalinismus haben einen neuen Menschentypus geprägt, der keine Demokratie und keine Marktwirtschaft kennt.“ Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr hieß das Programm „Kulturstadt Berlin mit Museen und Galerien“. Wir besuchten die Museumsinsel und suchten je nach Interessenlage aus den zahlreichen Museen aus, ich das Pergamonmuseum mit dem beeindruckenden Pergamonaltar. Die Eintrittspreise waren noch nicht angepasst und mit 2,02 DM sehr niedrig. Auf der Quittung für die Garderobengebühr (0,20 DM) stand noch „Staatl. Museen zu Berlin, Hauptstadt der DDR, Bodestraße 1-3“. Bei den anderen Museen machte ich nur eine Stippvisite, da wir noch ein Abendprogramm in dem wohl bekanntesten Kinder- und Jugendtheater vor uns hatten. Für 19.30 Uhr hatten wir Karten für das Grips-Theater gebucht, das direkt am U-Bahnhof Hansaplatz liegt. Das Stück „Ab morgen heißt du Sara“ handelte vom Nazireich und von den Judenverfolgungen. Es beeindruckte mich sehr und wirkte auch sehr bedrückend.
Von Prinz40 - 09.11.2010 0:17 Uhr
 
08.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren (mit Fotos)
Am Donnerstag (8.11.1990) besuchten wir wieder den Ostteil der Stadt und zwar Hellersdorf, „eine Betonstadt einfachster Qualität, eine Trabantensiedlung mit 60000 Bewohnern“ (Foto Berlin 2). Im Keller eines Hochhauses ohne Tageslicht (die gesamten Versorgungsleitungen waren zu sehen und teilweise auch zu „hören“) empfing uns um 9.30 Uhr ein Vertreter des Magistrats für Kultur und Bildung und berichtete von den erheblichen Schwierigkeiten des Umbaus des Schulwesens, einen Monat nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland (Thema: Zur Situation der Schulen im östlichen Teil der Stadt): Umwandlung der Polytechnischen Oberschulen, viele halb fertige Neubauten (auch Schulbauten) mit billigen Betonplattensystemen und Außenanlagen, Schuldirektoren und Lehrer alte SED-Funktionäre, noch keine neuen Schulbücher und Lehrpläne, zu viele Lehrer, Gehaltsprobleme (nur 1230 DM durchschnittlich bzw. 1000 DM statt über 3000 DM in Westberlin), fehlende Qualifizierungsprogramme für Lehrer, Angst entlassen zu werden (besonders bei Unterstufenlehrern). Aber auch die Bemühungen des Senats bei der Veränderung der Schulstruktur (bis zum 1.3.1991) durch ein geplantes großes Qualifizierungsprogramm notwendige Qualifikationen zu erwerben und das Interesse der Lehrer diese ggf. an der Uni auf eigene Kosten selbst zu erreichen sowie die interessierte und offene Einstellung der Eltern sind positiv zu vermerken. Auch Erhaltenswertes wird angeführt: Hort an jeder Schule 1. bis 4. Klasse bis 16 Uhr, Mittagessen, hohe Beschäftigungsrate der Frauen, Verbindung der Freizeit mit Arbeitsgemeinschaften in der Schule (Kindersport, musischer Bereich), Zusammenarbeit mit Betrieben im polytechnischen Unterricht. Um 12.30 Uhr waren wir zum Mittagessen in unserer Tagungsstätte zurück. Für den Nachmittag gab es nach Programmänderungen alternative Angebote: Bildungssystem der DDR oder Stadterkundungen. Ich versuchte mit einer Kleingruppe privat Potsdam, das Hauptstadt des Landes Brandenburg ist, zu erkunden. Vom S-Bahnhof Grunewald ging es los, über Wannsee und Babelsberg, bis wir Potsdam Stadt erreichten. Außer einer Stadtkarte hatten wir keine Orientierungs- und Informationsmöglichkeiten. Wir traten einen längeren Fußweg an, überquerten die Havel, um uns das berühmte Schloss Sanssouci anzusehen. Leider waren wir zu spät dran (kurz vor 17 Uhr) und verpassten die letzte Führung. So konnten wir nur die Gebäude und die Außenanlagen besichtigen (Fotos Potsdam 1 und 2). In der Innenstadt bummelten wir durch die Straßen. Die Geschäfte hatten nur noch Westwaren. In den Buchläden, die wir nach Literatur aus DDR-Zeiten durchstöberten, war ein Monat nach der Deutschen Einigung nichts mehr zu finden. Westliche Straßenhändler, die die schnelle Mark machen wollten, waren überall auf den Straßen präsent. Auch zahlreiche Skinheads, ausgestattet mit Ketten und Stäben, zeigten sich dort selbstbewusst. In einer Nationalitätengaststätte „Bolgar“ (HO) aßen wir zu Abend. Meine Rechnung über 32,80 DM zeigt, dass ein Rumpsteak 17,20 DM kostet und dass die Gaststätte in der Klement-Gottwald-Straße 35/36 liegt. Diese Straße ist im Stadtplan von 1990/91 nicht mehr verzeichnet und heißt wieder Brandenburger Straße [Das liegt wohl daran, dass dieser ehemalige diktatorische tschechoslowakische Präsident kein Vorbild mehr für eine Straßenbenennung ist.]. Um 22 Uhr kamen wir erschöpft und ein wenig unbefriedigt (selbst schuld wegen mangelnder Vorbereitung!) von unserer Erkundung Potsdams in unserer Tagungsstätte in Grunewald wieder an.
Von Prinz40 - 08.11.2010 0:54 Uhr
 
07.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren (mit Fotos)
Das Mittwochsprogramm (7.11.1990) begann zur Einführung mit einem Vortrag zur Entwicklung Berlins und es folgte anschließend eine äußerst interessante Stadtrundfahrt, bei der die historischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte der Stadtentwicklung sachkundig erklärt wurden. Die Fülle und Vielfältigkeit der Informationen, historischen und modernen Bauten und Eindrücke überwältigte mich, zumal ich von meinem ersten Berlinbesuch 1968 mit einem Sportverein beim Deutschen Turnfest nur noch wenige Erinnerungen hatte. Ich hatte mir daher auch vorgenommen, alle meine Sinne auf beste Empfangsqualität zu stellen und alles in mich aufzusaugen, totale Anspannung, selten Entspannung. Nach 3 ½ Stunden Busfahrt mit 2 kurzen Rundgängen am Platz der Akademie der Wissenschaften, Schauspielhaus und dem Deutschen Dom sowie später am Brandenburger Tor, Deutschen Reichstag, Unter den Linden (Fotos von Grenze, Kanal, Mauer, Spree, Alex) kamen wir mittags wieder in unserer Tagungsstätte an. Nach dem Mittagessen wurde um 13.30 Uhr eine genauere Stadterkundung vorbereitet. 11 Routen in 6 Planquadraten mit interessanten spezifischen Aufgaben, die für Schüler ausgearbeitet worden waren,sollten wir in Dreiergruppen erkunden, abseits der üblichen Routen, als Geschichte, Politik, Kultur „von unten“. Nach Straßen suchen, die auch nicht alle Einheimische kennen, nach Hinterhäusern und alten Inschriften und mit den Leuten in Kontakt treten. Zum Glück hatten fast alle eine Netzkarte und konnten mit dem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrssystem von U- und S-Bahnen und Bussen schnell überall hinkommen. Ein Auto war nur hinderlich, wie auch einige Referenten erfahren mussten. Die Erkundung im uns unbekannten Berlin war ein kleines Abenteuer und führte auch nicht immer zum Ziel. Aber immerhin kamen alle wieder rechtzeitig zum Abendessen zurück und konnten anschließend von ihren Eindrücken, Irrwegen und Erfahrungen berichten. Wir hatten uns am Vortag eine Karte für das politische Kabarett im „Haus des Lehrers“ am Alexanderplatz besorgt. Das Programm begann um 20 Uhr und nahm einige Erscheinungen der Wende aufs Korn. Die Kritik erschien mir ziemlich harmlos, nicht bissig und aggressiv genug. Im Gedächtnis ist mir nur eine Passage geblieben, in der die letzte Präsidentin der Volkskammer Sabine Bergmann-Pohl wiederholt als Schnatterinchen veräppelt wurde. Als wir anschließend uns noch zusammensetzen wollten, hatten wir die Rechnung ohne die Wirte am Alexanderplatz gemacht: Bis auf eine Kneipe waren alle um 22 Uhr schon geschlossen. Ich bestellte erstmalig in meinem Leben ein Weizenbier, dessen Geschmack mir aber zuerst doch etwas streng vorkam. Wir kamen aber nicht dazu ein zweites Mal zu bestellen, da wir unmissverständlich und unfreundlich aufgefordert wurden zu zahlen und zu gehen, da die Gaststätte geschlossen werde. Das nenne ich Service! Dagegen sind im Westteil Berlins am Kurfürstendamm viele Geschäfte und Gaststätten fast durchgehend geöffnet. Aber dadurch kamen wir wenigstens früher ins Hotel zurück.
Von Prinz40 - 07.11.2010 1:09 Uhr
 
06.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren (mit Fotos)
Am 6.11.1990 war schon um 7.15 Uhr Frühstück. Wir fuhren schon früh ab S-Bahnhof Grunewald (Foto Berlin 1) nach Kaulsdorf in Ostberlin, das noch kurz vorher Hauptstadt der DDR gewesen war und ohne Visum nicht besucht werden konnte. Wir stiegen am S-Bahnhof Kaulsdorf aus und gingen zu Fuß zur Bausdorfer Straße, zu einer Polytechnischen Oberschule, die am 30.11. als erste Gesamtschule eingeweiht werden sollte. Riesige Kräne ragten in dem Neubaugebiet in den Himmel. Überall nur Plattenbauten! Wir sahen uns um 9.30 Uhr eine Unterrichtsstunde in der 7. Klasse (15 bis 20 Schüler) im Fach Gesellschaftskunde an. Der junge Lehrer stellte den Schülern zum Thema Freizeit mit Einsatz eines Tageslichtprojektors Ergebnisbögen vor, aus denen sie in Gruppenarbeit Fragebögen selbst entwerfen sollten. Der deutlich zu hörende Lärm der Bagger von draußen war doch sehr störend. In der nächsten Unterrichtsstunde sahen wir eine 9. Klasse mit 12 Schülern im Fach Technik/Arbeitslehre mit Experimenten zur Transistorgrundschaltung in Zweiergruppen. Gegen 11 Uhr folgte anschließend ein Gespräch mit einem Mitglied der Schulleitung. Wir fuhren dann zum Alexanderplatz (Fotos Berlin 4 und 5)und suchten das 54m hohe, 12-stöckige „Haus des Lehrers“ mit dem 7m hohen und 125m langen Mosaikfries, ganz um das 3. und 4. Stockwerk herum, auf (Fotos Berlin 3). In der 2. Etage aßen wir gegen 12.30 Uhr im City-Restaurant zu Mittag. Gegen 14 Uhr begrüßte uns im 7. Stock ein Vertreter des Hauses, das 1964 neu gebaut wurde. Auch die nebenstehende Kongresshalle gehört zum „Haus des Lehrers“. Eine solche Einrichtung gibt es in den alten Bundesländern nicht. In der DDR gab es in jeder Bezirksstadt das „Haus des Lehrers“, das zuständig war für die gesamte Fortbildung im Bildungsbereich und für die sozialistische Schulung von Lehrern, Erziehern, Eltern- und Erziehungsberatung. Es wird aufgelöst und vom Senat der Stadt übernommen werden. Es folgte eine kurze Besichtigung, besonders auch des kleinen Theaters im 12. Stockwerk, in dem das „Berliner Lehrerensemble“ auftritt. Wir wurden eingeladen das aktuelle politische Kabarett „Was haste, was kannste, was darfste“ zu besuchen. Wir besorgten uns jeder eine Karte für die Aufführung am nächsten Tag um 20 Uhr zum Preise von 12 DM (durchgestrichen 5,10 M, alter Preis in der DDR). Um 16 Uhr ging es weiter, diesmal zu Fuß über die berühmte Straße „Unter den Linden“ zum Brandenburger Tor und zum Reichstag. Am Brandenburger Tor fielen mir die zahlreichen Kleinhändler verschiedener Nationalitäten auf, die mit allen möglichen Utensilien (Abzeichen, Uniformteile usw.) des untergegangenen Sozialismus handelten. Wir schauten uns das sowjetische Ehrenmal im Tiergarten an mit der Bronzestatue eines Rotarmisten und den Gräbern von 2500 Soldaten (Foto Berlin 6). Dann erreichten wir mit S- und U-Bahn wieder um 19 Uhr den Kurfürstendamm in Westberlin. Ich kaufte im KaDeWe Geschenke ein und stellte mir im exquisiten Selbstbedienungsrestaurant Marché ein vielfältiges Abendessen zusammen. Anschließend schauten einige von uns in einer Passage in eine Museumskneipe mit Life-Western-Musik hinein. Zum Schluss probierten wir an einer Pommesbude die berühmte Berliner Currywurst, bevor wir uns mit dem Bus um fast 24 Uhr auf den Heimweg machten. Berlin aber feierte weiter.
Von Prinz40 - 06.11.2010 23:09 Uhr
 
05.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren (mit Fotos)
5.11.1990 Nur ein Monat nach der Deutschen Einigung vom 3.10.1990 reiste ich mit einer Gruppe von Interessierten aus dem Schulbereich vom 5. bis 10. November 1990 nach Berlin, um zu erfahren, was für Veränderungen nach der Auflösung der DDR und der Deutschen Einigung in Berlin besonders im Schul- und Bildungswesen in Angriff genommen werden. Wir waren zu einem 5-tägigen Seminar „Berlin, Stadt der Schulreformen“ eingeladen. Am Montagmorgen ging es um 6.55 Uhr ab Dortmund los. Nach ca. 6 Stunden Fahrt über Hannover, Helmstedt, Magdeburg kamen wir an Bahnhof Zoo in Berlin an. Um uns mit unserem schweren Gepäck die Busfahrt zur Tagungsstätte mit anschließendem 3-minütigen Fußweg zu ersparen, orderten 3 von uns ein Taxi für 15 DM und kamen schnell und problemlos zeitig um 13.15 Uhr in der Bismarckallee an und konnten im Hotel unsere Zimmer aufsuchen. Um 16 Uhr erfolgte die Begrüßung und die Vorstellung der Teilnehmer und Referenten sowie des Programms für den nächsten Tag, insbesondere Schulhospitationen in 2 Gruppen im östlichen Teil der Stadt, die Schulen im Umbruch zeigen sollten. Zur ersten Information über Berlin wurde ein Video gezeigt. Nach dem Abendessen fuhren wir mit der Buslinie A 19/29 wieder zum Bahnhof Zoo und kauften uns eine sehr praktische und notwendige Wochen-Netzkarte zu 26 DM. Anschließend schlenderten wir zum Europa-Center, einige in einen Irish Pub mit Life-Musik (Rock). Ich trank zum ersten Male ein dunkles Guinness - Bier, lecker! Ein 0,4 l-Glas normales Bier kostete ca. 5 DM überall. Auf der späten Rückfahrt mit dem Taxi gab uns der Fahrer einen „heißen Tipp“, den wir aber lachend ablehnten.
Von Prinz40 - 06.11.2010 22:26 Uhr
 
05.11.1990: Berlin, vor 20 Jahren
5.11.1990 Nur ein Monat nach der Deutschen Einigung vom 3.10.1990 reiste ich mit einer Gruppe von Interessierten aus dem Schulbereich vom 5. bis 10. November 1990 nach Berlin, um zu erfahren, was für Veränderungen nach der Auflösung der DDR und der Deutschen Einigung in Berlin besonders im Schul- und Bildungswesen in Angriff genommen werden. Wir waren zu einem 5-tägigen Seminar „Berlin, Stadt der Schulreformen“ eingeladen. Am Montagmorgen ging es um 6.55 Uhr ab Dortmund los. Nach ca. 6 Stunden Fahrt über Hannover, Helmstedt, Magdeburg kamen wir an Bahnhof Zoo in Berlin an. Um uns mit unserem schweren Gepäck die Busfahrt zur Tagungsstätte mit anschließendem 3-minütigen Fußweg zu ersparen, orderten 3 von uns ein Taxi für 15 DM und kamen schnell und problemlos zeitig um 13.15 Uhr in der Bismarckallee an und konnten im Hotel unsere Zimmer aufsuchen. Um 16 Uhr erfolgte die Begrüßung und die Vorstellung der Teilnehmer und Referenten sowie des Programms für den nächsten Tag, insbesondere Schulhospitationen in 2 Gruppen im östlichen Teil der Stadt, die Schulen im Umbruch zeigen sollten. Zur ersten Information über Berlin wurde ein Video gezeigt. Nach dem Abendessen fuhren wir mit der Buslinie A 19/29 wieder zum Bahnhof Zoo und kauften uns eine sehr praktische und notwendige Wochen-Netzkarte zu 26 DM. Anschließend schlenderten wir zum Europa-Center, einige in einen Irish Pub mit Life-Musik (Rock). Ich trank zum ersten Male ein dunkles Guinness - Bier, lecker! Ein 0,4 l-Glas normales Bier kostete ca. 5 DM überall.
Von Prinz40 - 05.11.2010 21:41 Uhr
 
07.10.2010: Zeittunnel - 53jährige Rechnung der Ruhr-Nachrichten
Da setzt man sich ganz harmlos vor seinen PC, blättert zur Startseite des Nahraum-Portals und entdeckt dort ein Foto von einer alten Rechnung mit der Frage - Haben auch Sie alte Rechnungen ? Na klar, rückwärts ging es um glatte 53 Jahre und 2 Monate zu einer Bezugsquittung der Ruhr-Nachrichten selbst. Wenn man so fragt, weiß man ja nie, welche Antworten kommen. Ich war damals noch nicht einmal geboren, es ist ein Schätzchen, das ich vor einiger Zeit beim Sortieren alter Unterlagen meiner Eltern gefunden habe. Schon damals fand ich diese Bezugsquittung einfach nur faszinierend, die Preise, die Sprache, die individuelle Gestaltung. Ich entdeckte mehrere solcher Bezugsquittungen und einige habe ich aufbewahrt. Das ist Nostalgie pur. Faszinierend war es auch, festzustellen, dass der Text auf den Rückseiten immer verschieden war. So existiert auch noch eine Dezember-Bezugsquittung z.B., die festlich verziert ist und mit Weihnachtsgänsen lockt (auf der Rückseite). Botenlohn, Groschen - wer kennt solche Begriffe noch ? Und gar die Preise - 4 DM für einen ganzen Monat Zeitung, das sind ca. 2 Euro. Wobei natürlich zu bedenken ist, dass damals auch ganz anders verdient wurde. Was waren das damals für Zeiten, wieviel Einblicke gibt es aus der Ferne weit zurück - die Rollenverteilung Männer und Frauen ... Wie anders ist es dagegen heute, ein solcher Text könnte jetzt nicht mehr geschrieben werden. So versetzt einen eine kleine Anfrage im nahraum-Portal 53 Jahre zurück und lässt alte Zeiten wiederaufleben, auch die eigene Geschichte der Ruhr-Nachrichten selbst. Ein kleiner Blick in eine selbst nie erlebte Welt. Diese Bezugsquittung vom August 1957 ist ein kleiner Zeitzeuge. Ihn hier zu präsentieren hat mir viel Spaß gemacht. Die Weihnachtsrechnung 1957 werde ich gewiss auch noch hochladen, termingerecht Anfang Dezember.
Von Rejabur - 08.10.2010 14:11 Uhr
 
03.10.1990: Tag der Deutschen Einheit vor 20 Jahren
Nach dem aufregenden Vortag, meine Tochter hatte geheiratet und wir hatten bis in die Nacht hinein gefeiert und getanzt, war es heute am Tag der Deutschen Einheit für uns etwas ruhiger. Mein Sohn war mit dem Auto und seinen grünen Freunden nach Gardelegen gefahren, um bei der Unterzeichnung der Partnerschaft mit unserer Stadt dabei zu sein [siehe anderer Tagebucheintrag]. Ich besuchte nachmittags eine Handarbeitsausstellung. Da machte sich auch schon mein Backenzahn bemerkbar, der morgen gezogen werden sollte. Abends sortierte ich Zeitungsausschnitte über unsere Stadt und Nachbarstädte und heftete sie ab.
Von prinz42 - 03.10.2010 1:34 Uhr
 
11.09.2001: Mein Tagebucheintrag zum 11.09.2001
An diesem Tag war ein Verhandlungstermin über ein Hypothekendarlehen mit der Hausbank anberaumt. Niemand konnte sagen, wo die sprichwörtliche Reise hingeht. Unterschrieben war noch gar nichts....
Von barefootsteve - 09.09.2010 20:39 Uhr
 
30.08.1957: 27. und letzter Tag in der DDR: Haldensleben, Lünen; Kontrolle und Spitzel
10 Uhr: Nachdem ich mich von meinen Verwandten verabschiedet habe, sitze ich im Zug, der mich nach Hause fahren soll. Uh, da ist ja auch schon die Kontrolle. Zunächst erscheint ein Herr, der mein Geld überprüft und der mir die Aufenthaltsgenehmigung abnimmt. Im Nebenabteil ist soeben ein Herr, was der von uns Reisenden will, weiß ich nicht. Der wird doch nicht etwa … Tatsächlich, es ist so, wie ich befürchtet habe. Dieser Kontrolleur lässt jeden Koffer aufmachen und durchwühlt alles. Hätte ich doch bloß nicht alles so offen in mein Reisetagebuch geschrieben. Hätte ich doch nicht die silberne Brotschale mitgenommen. Hätte, hätte … das ist nun leider zu spät. Eine heiße Blutwelle schießt mir ins Gesicht. Jetzt nur Ruhe bewahren, sonst merkt er erst recht, dass bei mir nicht alles stimmt. Ruhig … ruhig! Die Schweißperlen stehen mir auf der Stirn. Jetzt lässt er hinter mir die Koffer öffnen. Gleich wird er auch von mir verlangen, dass ich meinen Koffer öffne. Wenn er den Bericht in die Finger kriegt, geht’s mir schlecht… Puh, war das ein Aufregung! Mich hat er ganz einfach übersehen. Der Schreck sitzt mir noch in allen Gliedern. Jetzt kann ich ja etwas essen. Oh je, was ist denn das … der kommt schon wieder zurück … Ah, er ist gegangen! Man kommt doch aus der Angst nicht mehr ‘raus. Um mich zu beruhigen, ergreife ich die Zeitung, die jeder Reisende vorhin bekommen hat. In dieser Zeitung wird nur einmal gehetzt, und das ist immer. Jetzt sind wir in Wolfsburg, und ich habe wieder Appetit. Plötzlich kommt ein Herr, der verlangt alle Zeitungen zurück, die wir vorhin bekommen haben. Ehe ich mich versah, unterhielt ich mich mit einem „150-prozentigen Kommunisten“. Ich verstand ihn zunächst überhaupt nicht, als er sagte: „Es sollte der Bundesrepublik doch zu denken geben, dass täglich 25000 Menschen in die Ostzone strömen.“ […) Ich begriff aber auf einmal, wen ich vor mir hatte. Er fragte, wie es mir in der Ostzone gefallen habe und wo ich herkäme. Da habe ich gedacht: „Jetzt vorsichtig, der könnte für Onkel Rudolf und Opa gefährlich werden!“ Ich sagte also unbestimmt: „Ich war in der Nähe von Magdeburg.“ Dann entschuldigte ich mich und ging auf die Toilette. Als ich wiederkam, nannte mir der Herr einen Ort, zu dem er führe. Als wir nach Hannover kamen, verabschiedete er sich von mir und stieg aus. Das war gar nicht der Ort, den er mir genannt hatte. Als ich ihm das sagte, wurde er ganz verlegen und sagte, der Schaffner wüsste nicht, ob der Zug da hielt. Ich sagte nichts mehr, aber dachte: „Das müsste der Schaffner eigentlich wissen.“ Als wir an den Ort kamen, zu dem der Herr wollte, hielt der Zug. Nun wusste ich, dass er wahrscheinlich ein Spitzel gewesen war. … so nun bin ich zuhause. Es ist doch gut, wenn man mal irgendwo hinreist, wo es nicht so gut ist wie daheim. Dann ist man hinterher viel zufriedener.
Von prinz42 - 30.08.2010 0:28 Uhr
 
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